Wir bleiben laut, wir machen weiter!

Obwohl die Wahlprognosen im Vorhinein schon schlechtes erwarten ließen, ist es trotzdem bedrückend, wie viele Menschen eine in großen Teilen faschistische und menschenverachtende Partei gewählt haben. Und auch im EN-Kreis sind die Ergebnisse nur leicht unterm Bundesdurchschnitt. Auch hier gibt es Wahlkreise, wo über 25%, teilweise über 30% AfD gewählt wurden. Insbesondere im Südkreis hat sich in einigen Wahlbezirken eine braune Hegemonie etabliert, die so schnell nicht wieder verschwinden wird.

Doch das mag uns nicht verzweifeln lassen, denn die letzten Wochen haben gezeigt, wie viele coole Leute es im EN-Kreis gibt, die aufstehen und laut sind! Ob große Demos in Schwelm und Witten mit jeweils 2500 Personen oder in Hattingen kurz vor der Wahl mit 600 Personen. Aber auch kleinere Städte wie Herdecke und Gevelsberg haben mit jeweils über 300 Personen gezeigt, wir sind nicht alleine. Wer auch nicht alleine bzw. in Ruhe gelassen wurde, waren die Infostände der AfD, die in Gevelsberg, Hattingen, Ennepetal, Herdecke und Witten mit lautem Gegenprotest konfrontiert wurden. Dafür ein dickes Dankeschön!

Ein weiterer Erfolg ist die Absage vom Eventzentrum in Schwelm an die AfD, die sich dort reinmogeln wollte, auch für diese Haltung danke! Davon kann sich eine andere Location in Schwelm, noch eine Scheibe abschneiden. Keine Räume für menschenverachtende Politik!

Wie geht es weiter?

Zum einen müssen demokratische Parteien und die Medienlandschaft aufhören, auf die Shitshow der AfD reinzufallen und ihre menschenverachtenden Themen zu übernehmen, zum anderen braucht es eine laute Zivilgesellschaft, die sich (weiter) aktiv für einen demokratischen Diskurs stark macht. Diese Zivilgesellschaft sind wir! Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es unfassbar viele Menschen gibt, die keinen Bock auf rechte Scheiße haben, sondern eine bessere Zukunft für alle wollen. Also vernetzen wir uns untereinander, werden immer mehr und bauen neue Strukturen und Orte der Begegnung auf.

Eine gute Möglichkeit dazu gibt es direkt am kommenden Mittwoch, da bietet „Gevelsberg gegen Rechts“ ein offenes Treffen im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen um 19 Uhr an.

Weitere Treffen werden in den kommenden Wochen noch dazu kommen, behaltet unsere Kanäle im Blick und erzählt es weiter.

Neue Startorte für die Demos in Witten und Gevelsberg

Wir erwarten inzwischen ein größeres Interesse an unserer Demonstration im Witten am 15. Februar um 11 Uhr. Daher starten wir von einem Ort, der entsprechend mehr Platz bietet: auf dem Platz vor dem Saalbau! Von dort aus ziehen wir dann als Demonstrationszug durch die Wittener Innenstadt. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Gevelsberg

Die Demo in Gevelsberg, schon morgen am 8. Februar hat ebenfalls einen neuen Startort. Los geht es um 11 Uhr auf beim Rathaus Park.

Impressionen von Samstag, den 2. Februar, 2025 im EN-Kreis

Sonniges Wetter, kämpferische Reden. Seifenblasen und viel fürs Herz. Erfolgreiche Kundgebung mit rund 300 Personen in Herdecke auf dem Kampsträterplatz.

Riesendemo in Schwelm. Die breite Zivilgesellschaft geht auf die Straße, ca. 2500 Menschen stellen sich gegen rechts und für Demokratie.

Spontaner Protest in Sprockhövel gegen AfD-Infostand, AfD packt vorzeitig ein.

Der EN-Kreis wird laut: Keine Zusammenarbeit mit der AfD!

Wir stellen uns gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft im Allgemeinen und nicht nur gegen die AfD. Nachdem am heutigen Tag, den 29.01.2025 die CDU wissentlich einen Antrag mit Stimmen der FDP und der faschistischen AfD im Bundestag durchgebracht hat, ist die Brandmauer zwischen Konservativen und Faschisten gefallen. Dieser Tabubruch den Friedrich Merz zusammen mit seiner Partei heute begangen hat, wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Die AfD mit all ihrer menschenfeindlichen Politik ist ein legitimer Partner für die CDU (und die FDP) geworden. Am heutigen Tag besiegelt die Zusammenarbeit zwischen Konservativen und Faschisten das Ende des Rechts auf Asyl. Aber wohin wird sie noch führen? Wir fordern: Keine Zusammenarbeit mit der AfD! Nie wieder Faschismus! 

Wir rufen die verbliebenen aufrechten CDUler und Konservativen auf, sich aktiv gegen den Kurs von Friedrich Merz zu stellen! Des Weiteren rufen wir dazu auf, die CDU bei der kommenden Wahl NICHT zu wählen! Und wir rufen alle Menschen dazu auf, laut zu sein, gegen die Zusammenarbeit der CDU und der AFD! Kommt daher zu den Kundgebungen und Demos im Ennepe-Ruhr-Kreis!

Kundgebungen

Samstag, 1. Februar, 11 Uhr, Herdecke, Kampsträter Platz

Samstag, 8. Februar, 11 Uhr, Gevelsberg, Ruhr Park

DemonstrationEN

Samstag, 1. Februar, 11 Uhr, Schwelm, Parkplatz Schillerstraße

Samstag, 15. Februar, 11 Uhr, Witten, Saalbau, Bergerstraße

Samstag, 22. Februar, 12 Uhr, Hattingen, Rathaus

Demonstrationen zur Bundestagswahl am 1., 8., 15. und 22. Februar im EN-Kreis

„Ich bin aus Anstand Antifaschistin geworden.“ – Marlene Dietrich.

In Zeiten, in denen die sog. AfD bei fast 20% in Umfragen zur Bundestagswahl steht, sie in großen Teilen faschistische Positionen vertritt und die gesamte Parteienlandschaft sich nach rechts entwickelt, wollen wir uns als Bündnis gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit ganz im Sinne des obigen Zitats gemeinsam dagegenstellen.

Wir setzen dem Rechtsruck eine offene Gesellschaft entgegen, die sich für Menschenrechte, für Gerechtigkeit, für Solidarität, für Inklusion und für gegenseitige Unterstützung einsetzt. Wir rufen zur Wahl auf und wollen die coolen Leute in den Städten im Ennepe-Ruhr-Kreis zusammenbringen, um uns untereinander weiter zu vernetzen.

Wir bitten auf Parteifahnen und -symbole bei unseren Kundgebungen zu verzichten. Bunte Schilder und Banner, mit denen ihr eure Meinung zeigt, sind natürlich willkommen!

Termine

Kundgebungen

Samstag, 1. Februar, 11 Uhr, Herdecke, Kampsträter Platz

Samstag, 8. Februar, 11 Uhr, Gevelsberg, Mittelstraße

Samstag, 15. Februar, 11 Uhr, Witten, Platz vor der Stadtgalerie, Hammerstraße

DemonstrationEN

Samstag, 1. Februar, 11 Uhr, Schwelm, Parkplatz Schillerstraße

Samstag, 22. Februar, 12 Uhr, Hattingen, Rathaus

Fröhlicher Gegenprotest nervt Faschisten in Gevelsberg

Am Samstag den 25. Januar hatte die AfD in Gevelsberg in der Fußgängerzone einen Wahlstand aufgebaut. Es waren nicht nur die im Ennepe-Ruhr-Kreis bekannten AFDler vor Ort, sondern auch „das freundliche Gesicht der NS“, wie sich der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich selbst bezeichnet. Insgesamt zählten wir 30 AfDler und etwa 10 darum stehende durchaus aggressive Unterstützer:innen. Im Vorfeld und auch im Verlauf des Gegenprotestes kam es seitens der AfD und ihrer Sympathisanten mehrfach zu Einschüchterungsversuchen wie Beleidigungen, Bedrohungen und sogar Handgreiflichkeiten.

Schlager gegen Nazis

Gegen 11:30 Uhr wurde eine Gegenkundgebung angemeldet, die mit der Unterstützung von Aktivist:innen aus umliegenden Städten und einigen lokalen Bürger:innen und der Gruppe „Schlager gegen Nazis“, lautstark gegen die AfD protestierte. Es gab Äpfel, Sticker, Kaffee, Tee, Musik und ein tanzendes Känguru. Die Gruppe „Schlager gegen Nazis“ tanzte in bunten Kostümen zu Schlagern.

Bevölkerung solidarisch mit Gegenprotest

Dieser friedliche Protest und der später einsetzende Regen ruinierte die Wahlkampfveranstaltung der AfD. Verärgert baute sie ab als der Regen nachließ. Viele vorbeigehende Passant:innen sprachen der Gegendemo ihren Dank und Unterstützung aus, allerdings erreichte die AfD einige Menschen mit ihrem Stand.

Um so wichtiger ist es, dass alle am 8. Februar um 11 Uhr in Gevelsberg auf der Mittelstraße sind um an unserer Kundgebung gegen Rechts teilzunehmen! Gevelsberg ist vielleicht eine kleine Stadt, aber auch hier überlassen wir Faschist:innen und anderen Rechtsextremist:innen keinen Raum!

Weitere Termine finden sich hier auf dem Blog uns auf unseren Social-Media-Kanälen.

Keine Plattform für die Feinde der Demokratie: Warum die AfD keinen Raum in der Shangrila Arena erhalten darf

Am 18. Januar veranstaltete die AfD Ennepe-Ruhr unter der Leitung ihres Vorsitzenden Mathias Renkel ihren Neujahrsempfang in der Freizeitarena Shangrila in Schwelm. Die ansonsten für Freizeitaktivitäten wie Bowling, Lasertag oder Indoor-Soccer genutzte Arena wurde damit bereits mindestens zum zweiten Mal von einer Partei angemietet, die für ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Politik bekannt ist.

Die AfD: Eine Gefahr für die Demokratie

Die AfD wird in weiten Teilen vom Verfassungsschutz beobachtet. Der Jugendverband sowie die ostdeutschen Landesverbände sind als gesichert rechtsextrem eingestuft. Immer wieder treten führende Mitglieder der Partei mit Aussagen und Positionen hervor, die im Widerspruch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen. Diese Äußerungen reichen von rassistischen Hetzreden bis hin zur Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen. Zudem gibt es zahlreiche belegte Verbindungen ins gewaltbereite rechtsextreme Milieu.

Die AfD präsentiert sich nach außen oft als bürgerliche Partei, verfolgt jedoch inhaltlich eine Politik, die auf die Spaltung der Gesellschaft abzielt. Ihre Programmatik und Rhetorik widersprechen den Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland, die auf Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlicher Vielfalt beruhen. Wer solchen Positionen Raum bietet, trägt zur Normalisierung von Hass und Intoleranz bei.

Shangrila Arena: Ein Ort der Begegnung, nicht der Ausgrenzung

Die Shangrila Arena ist ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Hintergründe zusammenkommen, um gemeinsam Sport zu treiben, verschiedene Anlässe zu feiern und Freude zu erleben. Diese inklusive und verbindende Atmosphäre steht im krassen Gegensatz zur Ideologie der AfD, die auf Abgrenzung und Ausgrenzung setzt. Es ist ein Widerspruch in sich, dass eine Partei, die Vielfalt und Toleranz ablehnt, ausgerechnet an einem Ort wie der Shangrila Arena ihre Veranstaltungen abhält.

Kein Raum für Rassismus und Demokratiefeindlichkeit

Die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die AfD ist keine neutrale Entscheidung. Sie bedeutet, einer Partei, die fundamentale Prinzipien unserer Gesellschaft infrage stellt, eine Plattform zu bieten. Angesichts der Bedrohung, die von rechtsextremen Positionen für unser demokratisches Zusammenleben ausgeht, darf dies nicht unwidersprochen bleiben.

Die Gesellschaft muss klare Grenzen ziehen: Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz in unserer Mitte. Insbesondere Veranstaltungsorte wie die Shangrila Arena, die für Offenheit und Vielfalt stehen sollten, sollten diesem Anspruch gerecht werden und rechtsextremen Organisationen keinen Raum bieten.

Aufruf: Verantwortung übernehmen

Wir fordern die Betreiber der Shangrila Arena auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und künftig keine Veranstaltungen der AfD oder ähnlicher Organisationen zuzulassen. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass demokratiefeindliche Ideologien nicht weiter salonfähig gemacht werden.

Kein Raum der AfD!

Wahlkampf im Ennepe-Ruhr-Kreis: AfD greift zu körperlicher Gewalt

Im Ennepe-Ruhr-Kreis kam es am Samstag zu körperlichen und verbalen Angriffen durch AfDler und AfD-Sympathisanten. In Witten kam es vor dem Büro der SPD zu massiven verbalen Attacken von zwei AfDlern gegen ein SPD-Mitglied. Eine Passantin ist glücklicherweise dazwischengegangen.

Opfer krankenhausreif geschlagen

Beinahe zur selben Zeit hielt die AfD einen Infostand vor dem Ruhrtalcenter in Wetter ab. Hierbei wurde ein Aktivist und Blogger gegen 12:50 Uhr tätlich angegriffen. Dieser nahm sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr und stand mit einem antirassistischen Plakat friedlich am Rande des Infostandes. Sein Handy, mit welchem der Angriff dokumentiert wurde, wurde ihm entwendet. Couragierte Zeug*innen des Vorfalls riefen einen Krankenwagen und leisteten dem am Boden liegenden Opfer des Angriffs erste Hilfe. Auch dies stoppte den Angreifer nicht. Dieser bedrohte nun auch die helfenden Menschen verbal und forderte lautstark deren Abschiebung. Der AfD-Stand wurde hastig mit dem Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst abgebaut. Das entwendete Handy wurde von der Polizei in einem Mülleimer direkt am AfD-Stand gefunden. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Menschenrechte wählen!

Die AfD und ihr Umfeld bereiten den ideologischen Nährboden für faschistische Gewalttaten und suchen die Nähe zu gewaltbereiten Neonazis, wie die jüngsten Correctiv-Recherchen beweisen. Offenbar fühlt sich die faschistische AfD derzeit sehr stark, so dass sie immer enthemmter ihre menschenfeindliche Ideologie äußert und sie in die Tat umsetzt. Deshalb ist es wichtig, dass alle demokratisch denkenden Menschen im Sinne der großen Anti-Nazi-Proteste von vor einem Jahr an der Bundestagswahl teilnehmen und ihre Stimme einer Partei geben, die sich für Menschenrechte und Solidarität einsetzt.

Wir sind solidarisch

„Auch wenn es uns nicht überrascht, sind wir als ENSSQ besorgt über die Eskalation und Gewalttätigkeit in der politischen Auseinandersetzung. Wir stehen solidarisch an der Seite des verletzen Mitbürgers & Antifaschisten!“, so ein Sprecher von ENSSQ.

Dies ist erst der Anfang des Wahlkampfes. Auch in den kommenden Wochen wird die AfD mit Infoständen im EN-Kreis präsent sein. ENSSQ rät dazu, das Gewaltpotential der AfD nicht zu unterschätzen und nach Möglichkeit nicht alleine demokratischen Gegenprotest zu leisten. Stattdessen ruft das Bündnis dazu auf, sich den kommenden Protest-Aktivitäten anzuschließen und seinen Social-Media-Kanälen und diesem Blog zu folgen. Dort wird über Kundgebungen und Demos im Kreis auf den laufenden halten.

Demonstration in Ennepetal gegen AfD-Kreisparteitag

Am kommenden Samstag, den 10. Februar, gibt es eine große Demonstration gegen den Kreisparteitag der AfD Ennepe-Ruhr im Haus Ennepetal.

Demo-Treffpunkt: Bahnhof Ennepetal, 10 Uhr.

Treffpunkte für gemeinsame Anreisen:

Witten HBF 09:10 (Abfahrt 09:20)

Hagen HBF 09:20 (Abfahrt 09:34)

Schwelm BF 09:30 (Abfahrt 09:43)

Für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

Demokratie ist eine Errungenschaft. Sie ist nicht selbstverständlich und sie ist nicht unverletzlich. Wir müssen sie verteidigen. Daher rufen wir am Samstag, 10. Februar, in Ennepetal zur Demonstration für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf.

Start ist um 10 Uhr am Bahnhof. Von dort geht es durch die Innenstadt zum Haus Ennepetal. Wir wollen ein sichtbares und hörbares Zeichen für die Menschenwürde, die Freiheit und den Rechtsstaat setzen. Wir treten ein für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt. Wir lehnen Hass und Hetze ab. Wir wenden uns gegen Rassismus, Nationalismus und Menschenfeindlichkeit. Wir verteidigen unsere Demokratie gegen ihre Feinde und unseren Zusammenhalt gegen jeden Versuch der Spaltung.

Im Haus Ennepetal tagt während unserer Demonstration die AfD. Wir wissen nicht, was sie hinter den verschlossenen Türen beraten wird. Doch nach den jüngsten Berichten über die grausamen menschenverachtenden Pläne, die auf nationalsozialistischem Gedankengut gründen, sind wir alarmiert. Wir wollen dazu nicht schweigen, sondern laut unsere gemeinsamen Grundwerte dagegen setzen. Mehrere Rednerinnen und Redner aus unserem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis werden bei der Kundgebung am Haus Ennepetal sprechen. Unsere gemeinsame Botschaft lautet: Nie wieder! Und nie wieder ist jetzt.

Diesen Aufruf unterstützen:

AG 60 Plus Ennepetal
Akkordeonorchester Ennepetal
AWO Ennepe-Ruhr
Bündnis 90/Die Grünen Ennepetal
Bündnis 90/Die Grünen Ennepe-Ruhr
CDU Ennepetal
CVJM Voerde
CVJM Altenvoerde
Die LINKE Ennepe-Ruhr
Ennepe-Ruhr-stellt-sich-quer
Ev. Jugend Ennepetal-Voerde
Evangelische Kirchengemeinde Voerde-Altenvoerde
Evangelische Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg
Fraueninitiative Ennepetal
Gemeinnütziger Rentnerverband Ennepetal
Jusos Ennepe-Ruhr
Jusos Ennepetal
Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu Ennepetal
Katholische Kirchengemeinde St. Johann Baptist
Katholische Propstei St. Marien
Kinderschutzbund Ennepetal
Kolpingsfamilie Ennepetal-Milspe
Kolpingsfamilie Ennepetal-Voerde
Kulturgemeinde Ennepetal
Kunstraum EN
Linke Ennepetal
MENTOR – Die LeselernhelferInnen Ennepetal
MyCity Ennepetal
Schülervertretung Reichenbach-Gymnasium Ennepetal
Schülervertretung Sekundarschule Ennepetal
SoliFlüchtlingsFonds Ennepetal
SPD Ennepetal
SPD Ennepe-Ruhr
TG Voerde
TuS Ennepetal
VdK Ennepetal

Fest der Demokratie – Laute Zivilgesellschaft sagt Nein zur AfD!

Von der Antifa bis zur katholischen Kirche standen am 24. Januar alle zusammen friedlich gegen den Faschismus, gegen die AfD. In der Spitze 5.000 Menschen machten vor dem Saalbau deutlich, dass Witten keinen Bock auf die reaktionäre und menschenfeindliche Nazi-Partei hat, die mit nur 100 Personen im Saalbau saß und dort sicherlich keinen Spaß hatte.

Das Kulturforum positionierte sich mit Regenbogenfarben und klaren Botschaften für Menschlichkeit und Demokratie. Diesen inhaltlichen Schwerpunkt setzten auch die Reden von der Bühne. So argumentierten der Bundestagsabgeordnete Axel Echeverria, eine Vertreterin des Wiesenviertel e.V., die Schülersprecher*nnen des Ruhrgymnasiums und die Klima-Allianz, dass man einer Partei, die Hass, Hetze und Unwahrheiten verbreitet, nur mit einer wachen Zivilgesellschaft begegnen kann. Mehrere Redner*innen betonten, dass der Kampf gegen den Rechtsextremismus eine langfristige Aufgabe sei und riefen die Menschen dazu auf, sich dauerhaft politisch und im Alltag gegen die sogenannte Alternative zu positionieren und sich in die Demokratie aktiv einzubringen. Das war wahrlich am gestrigen Abend der Fall und so schallte es noch bis 21 Uhr laut über den Platz „Nazis raus“ und „Alle zusammen gegen den Faschismus“.

 

In der lokalen Berichterstattung wurde verschiedentlich die Frage geäußert, warum Bürgermeister Lars König (CDU) nicht in einer Rede Stellung zum Treiben der AfD im Saalbau bezog. Hierzu möchten wir feststellen, dass die CDU sich im Vorfeld klar und eindeutig von dem Anliegen des aufrufenden Bündnisses distanziert hat. Der Wittener Parteivorsitzende Oberste-Padtberg gab an, die CDU stelle sich gegen jeden Extremismus, egal ob von links oder rechts. Unter den aufrufenden Organisationen befänden sich auch solche, die er als linksextremistisch einschätze. Damit ist klar, dass hier einer Gleichsetzung von links und rechts das Wort geredet wird, zwischen den Menschen vor und im Saalbau seitens der CDU nicht unterschieden wird. 

Lars König selbst trieb offenbar angesichts der schieren Menge der Demonstrierenden – immerhin vermutlich die größte Demo die unsere Stadt seit den 1970ern gesehen hat – ein spontaner Stimmungs- und Meinungswechsel um. Er wollte im Widerspruch zu seiner Partei, nun doch zur Menge sprechen. Dies wurde ihm von uns jedoch versagt. Zum einen, weil die Veranstaltung seit langem bekannt war und er sein Interesse wie jeder andere auch im Vorhinein hätte bekunden können, zum anderen aber, und dieser Grund scheint uns nicht unbeträchtlich, weil er in der Vergangenheit nicht gerade durch eine große Distanz zur AfD aufgefallen ist. Im Gegenteil: Anstatt den demokratischen cordon sanitaire gegen die AfD zu unterstützen, scheut sich der Bürgermeister nicht, mit der AfD einen kollegialen Umgang zu pflegen und mit ihren Ratsmitgliedern auch mal ein Bier zu trinken. Sein Verhalten während der Ratssitzungen legt zudem für manche den Verdacht nahe, seine Antipathien gälten eher der Linken, als der blaubraunen Kameradschaftstruppe. Für den demokratischen Widerstand gegen den neuen Autoritarismus brauchen wir aber weder eine orientierungslose CDU noch einen Bürgermeister mit zweifelhaften Sympathien, der sein Fähnchen in den Wind hält.

Wir bedanken uns bei allen, die an unserem Protest ehrenamtlich und voller Leidenschaft mitgewirkt haben: Bei den Bands, der Moderation, der Technik, den Ordner*innen, dem Awarenes-Team, den Demo-Sanis und allen, die auf ihre Weise unterstützt haben. Denn unsere Vielfalt ist unsere Stärke! Dankeschön!